KI-basierte Robotik bei Alfred Rexroth: Mit Verantwortung in die Zukunft
Die Zukunft der industriellen Fertigung ist intelligent, vernetzt – und bei der Alfred Rexroth GmbH & Co. KG bereits heute gelebte Realität. Auf einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion zur Rolle Berlins als künftiger Innovationsstandort für KI-basierte Robotik nahm Marcel Goworeck, Qualitätsmanagementbeauftragter des Unternehmens, Stellung zu den Chancen und Herausforderungen der Transformation.
Berlin als Roboterstandort? Alfred Rexroth ist schon dabei
Das ambitionierte Ziel der Diskussion: Berlin soll innerhalb der nächsten 5 bis 10 Jahre ein zentraler Standort für die Serienproduktion humanoider Roboter und Exoskelette werden. Roboter, die per Sprachdialog durch Large-Language-Model-Technologien gesteuert werden und damit Lücken in Handwerk, Pflege und Logistik schließen können.
Während viele Unternehmen noch diskutieren, hat die Alfred Rexroth GmbH & Co. KG bereits konkrete Lösungen umgesetzt. Im Rahmen eines „Spotlight-Vortrags“ stellte Goworeck das neueste Automatisierungsprojekt des Unternehmens vor:
Praxisbeispiel: Roboter in der Metallverarbeitung
Im Bereich der Fertigung von Radien für Druckbehälter, die u. a. in Zahnarztpraxen zur Sterilisation von Instrumenten genutzt werden, ersetzt eine zentrale Großpresse mit integriertem Roboter gleich vier Einzelpressen. Das bringt messbare Vorteile:
- Mehr Zeit für anspruchsvollere Aufgaben
- Möglichkeit zum Mehrschichtbetrieb ohne neues Personal
- Attraktivität für junge Fachkräfte steigt
Goworeck bringt es auf den Punkt: „Mit Einlegearbeiten lockt man heute keinen jungen Menschen mehr hinterm Ofen hervor.“
Mensch und Maschine: Eine Partnerschaft auf Augenhöhe
Besonders hervorzuheben ist der Umgang mit den Mitarbeitenden: Statt Technik als Ersatz zu sehen, wurde ein Modell der partizipativen Transformation gewählt. Die früheren Maschinenbediener wurden geschult und steuern heute die Roboter per Tablet. Das fördert nicht nur Qualifikation, sondern auch Motivation.
Das nächste Projekt ist schon in Vorbereitung: die automatisierte Bestückung einer Laserbeschriftungsanlage. Parallel wächst der Wunsch nach einem „Lernroboter“, an dem Auszubildende und Mitarbeitende gefahrlos und praxisnah in die Welt der Robotik eintauchen können.
Fazit: Fortschritt mit Verantwortung
Die Alfred Rexroth GmbH & Co. KG zeigt, wie KI-basierte Robotik sinnvoll, menschlich und zukunftsorientiert eingesetzt werden kann. Berlin kann auf Unternehmen wie dieses bauen, wenn es darum geht, den Wandel nicht nur zu fordern, sondern aktiv zu gestalten.
Wer verstehen will, wie Industrie 4.0 in der Praxis aussieht – sollte hier genau hinschauen. Oder besser noch: reinhühren. Denn auch im firmeneigenen Podcast „Die Blechvirtuosen“ spielt Zukunftstechnologie eine wiederkehrende Rolle.